Passt ein WanderRetreat zu mir?
- WanderWohl

- 9. Juli
- 6 Min. Lesezeit
Warum viele denken: „Das ist nichts für mich.“

Du hast schon einmal von einem WanderRetreat gehört und dachtest sofort: „Das klingt eigentlich schön. Aber das ist nichts für mich.“ Genau diese Gedanken hören wir öfters. Denn viele sind unsicher, ob sie überhaupt hineinpassen. Vielleicht hast Du Dir selbst schon einmal Gedanken gemacht wie: ”Passt ein WanderRetreat überhaupt zu mir? Ich kann gar nicht meditieren. Ich bin nicht fit genug. Was ist, wenn ich mich fehl am Platz fühle?" Die gute Nachricht: Fast alle Menschen, die zum ersten Mal an einem WanderRetreat teilnehmen, hatten ähnliche Fragen. Oft entsteht im Kopf das Bild einer Gruppe von Menschen, die vollkommen gelassen wandert, meditiert und den ganzen Tag in sich ruht. Die Realität sieht anders aus: Viele kommen gestresst an, schlafen schlecht, denken an ihre Arbeit oder die ToDo-Liste. Genau deshalb sind sie da. In diesem Artikel möchten wir einige der häufigsten Zweifel aufgreifen – und Dir zeigen, weshalb Du wahrscheinlich viel besser zu einem WanderRetreat passt, als Du im Moment glaubst.
Was passiert bei einem WanderRetreat eigentlich?
Vielleicht ist genau diese Ungewissheit einer der Hauptgründe, warum viele Menschen zögern. Ist es ein Wanderurlaub? Ein Meditationsseminar? Ein Wellness-Trip? Die Antwort lautet: Es ist von allem ein wenig – und gleichzeitig etwas ganz Eigenes. Ein typischer Tag besteht aus gemeinsamen Wanderungen, achtsamen Übungen und Meditation.
Zeit in der Natur, bewusst eingeplante Pausen und Momente der Stille gehören genauso dazu wie gemeinsames Kochen und Essen. Es gibt Raum für Gespräche, aber auch Zeiten, in denen jeder ganz bei sich sein darf. Zudem gibt es Coachings zu veganer Ernährung und Stressbewältigung im Alltag.
Aber vor allem kümmern wir uns um die ganze Organisation in der Zeit vor Ort, sodass Du Dich wirklich um nichts kümmern oder sorgen musst, als um Dich selbst, um im Hier und Jetzt vollkommen anzukommen.
»Es geht nicht darum, ein straffes Programm zu absolvieren. Vielmehr entsteht ein Rhythmus, der Ruhe in den Tag bringt und den Blick wieder auf das Wesentliche lenkt.«
Passt das zu mir? Für wen ist ein WanderRetreat geeignet?
Wir glauben oft, wir müssten erst der „richtige Mensch“ sein und ein WanderRetreat sei für „die Anderen“ – für besonders achtsame, sportliche oder naturverbundene Menschen. Doch genau das ist eines der größten Missverständnisse. Unsere Teilnehmenden sind so unterschiedlich wie das Leben selbst. Manche arbeiten im Büro und verbringen ihren Alltag vor dem Bildschirm. Andere kümmern sich um Familie oder Angehörige, tragen viel Verantwortung oder sehnen sich einfach nach einer Pause vom ständigen Funktionieren. Was sie verbindet, ist nicht ihre Erfahrung mit Meditation oder Wandern, sondern der Wunsch, einmal bewusst langsamer zu werden und etwas nur für sich zu tun.
»Ein WanderRetreat ist deshalb kein Ort für Menschen, die bereits alles „richtig“ machen.
Es ist ein Ort für Menschen, die sich nach Ruhe, Natur und Zeit für sich selbst sehnen.«
Brauche ich Erfahrung mit Meditation?
Diese Frage gehört zu den häufigsten überhaupt. Viele Menschen verbinden Meditation mit stundenlangem Sitzen oder der Vorstellung, den Kopf komplett leer bekommen zu müssen. Deshalb glauben sie, sie seien „nicht der Typ dafür“. Dabei geht es in einem WanderRetreat gar nicht darum, perfekt meditieren zu können. Achtsamkeit beginnt oft viel einfacher: beim bewussten Gehen, beim Lauschen der Vögel, beim Spüren des Windes auf der Haut oder beim tiefen Ein- und Ausatmen während einer Meditation.

Es gibt kein Richtig oder Falsch und niemand erwartet Vorkenntnisse. Vielmehr laden wir dazu ein, Dich und die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen und für einige Stunden oder Tage den Alltag hinter Dir zu lassen. Gerade Menschen, die sagen: „Ich kann gar nicht meditieren.“, erleben häufig, wie wohltuend die Kombination aus Bewegung und Natur sein kann.
Muss ich sportlich sein?
Auch diese Sorge hält viele davon ab, sich anzumelden. Wandern wird oft mit langen Bergtouren, vielen Höhenmetern und sportlicher Leistung verbunden. Unsere WanderRetreats sind aber so unterschiedlich wie unsere Teilnehmenden selbst und verfolgen einen anderen Ansatz. Wir machen regelmäßig Pausen, genießen die Landschaft und nehmen uns Zeit für Achtsamkeitsübungen oder stille Momente. Zudem haben wir für jedes Fitness-Level etwas passendes dabei: kurze Wanderungen mit wenig Höhenmetern wie beim Selbstwert Workshop oder im Spreewald, mittelschwere Wanderungen in Madeira oder Berchtesgaden und Tagestouren mit bis zu 1.000 hm in Österreich oder Slowenien.
Solltest Du Dich dennoch unsicher fühlen oder Bedenken haben, ob Du fit genug bist, empfehlen wir Dir zur Vorbereitung längere Spaziergänge, joggen oder z. B. Ausdauersport 2–3 Wochen vor dem Retreat. Oder Du lernst die wichtigsten Techniken zum Wandern Schritt für Schritt im Chiemgau auf unserem großartigen Wander Workshop mit Anika zur Vorbereitung auf Dein Retreat oder die nächste Hüttentour.
»Wenn du Freude daran hast, einige Stunden in der Natur zu verbringen und Dich gerne bewegst und körperlich fit bist, bringst Du bereits alles mit, was du brauchst.«
Ich kenne aber niemanden!
Fast alle Teilnehmenden reisen allein an und bringen ein Gepäck an Zweifeln mit, wie man sich in einer fremden Gruppe wohlfühlen soll oder sich öffnen kann. Doch fast alle erzählen uns später, dass genau diese Sorgen völlig unbegründet war. Die meisten sind einfach überrascht, wie schnell sie sich wohlfühlen innerhalb der Gruppe und sich einfach öffnen können. Oft entstehen Gespräche ganz natürlich – beim gemeinsamen Gehen, während einer Pause, beim gemeinsamen Kochen oder Abendessen. Genauso selbstverständlich ist es aber auch, einmal still nebeneinander zu laufen. Diese Mischung aus Gemeinschaft und persönlichem Freiraum empfinden viele als besonders angenehm.
»Die Erfahrung zeigt auch etwas Überraschendes: Gerade weil niemand
etwas darstellen muss, entstehen oft ehrliche Begegnungen.
Ohne Small Talk, ohne Rollen, ohne Erwartungen.«
Warum fällt uns Stille eigentlich so schwer?
Eine Frage, über die wir selten nachdenken. Unser Alltag ist voller Geräusche, Termine und Ablenkungen. Musik begleitet uns im Auto, Podcasts beim Spazierengehen und das Smartphone ist fast immer griffbereit. Auf einem WanderRetreat wird es plötzlich ruhiger. Das kann sich zunächst ungewohnt anfühlen. Manche Menschen haben sogar Sorge, dass ihnen langweilig werden könnte oder unangenehme Gedanken auftauchen. Doch genau hier liegt oft die größte Chance: Wenn es um uns herum stiller wird, können wir wieder wahrnehmen, was in uns gerade los ist. Nicht, um etwas zu verändern oder zu bewerten, sondern einfach, um wieder mit uns selbst in Kontakt zu kommen.

Lohnt sich ein WanderRetreat überhaupt?
Auch diese Frage ist verständlich. Ein WanderRetreat ist eine Investition – nicht nur finanziell, sondern auch in Zeit. Viele überlegen deshalb, ob ein Kurzurlaub nicht genauso erholsam wäre. Der Unterschied liegt oft weniger im Ort als in der Art, wie wir diese Zeit verbringen. Während ein Urlaub häufig mit vielen Eindrücken, Aktivitäten und Besichtigungen verbunden ist, lädt ein WanderRetreat dazu ein, bewusst weniger zu tun. Weniger Termine. Weniger Reize. Weniger Müssen. Dafür mehr Natur, mehr Bewegung, mehr Ruhe und mehr Zeit für das, was im Alltag häufig zu kurz kommt – Du selbst.
Wir schaffen dafür einen geschützten Raum, in dem Du wieder wahrnehmen kannst, was Dir wirklich guttut und Fragen oder Gedanken angehen darfst, die Dich beschäftigen. Vielleicht trägst Du schon länger eine Entscheidung mit Dir herum. Vielleicht wünschst Du Dir mehr Klarheit, möchtest neue Kraft schöpfen oder einfach einmal tief durchatmen, ohne ständig erreichbar zu sein. Viele Teilnehmende berichten, dass sie nach einem WanderRetreat nicht nur mit spektakulären Erkenntnissen nach Hause fahren, sondern noch mit etwas viel Wertvollerem dazu: mehr Gelassenheit, einem klareren Blick auf das Wesentliche und dem Gefühl, wieder bei sich selbst angekommen zu sein.

»Ein WanderRetreat ist vor allem eine Einladung, das Tempo herauszunehmen, Dir selbst die volle Aufmerksamkeit zu schenken und Dich mit Menschen zu umgeben, die – genau wie Du – offen dafür sind, innezuhalten, neue Perspektiven zu entdecken und persönlich zu wachsen..«
Vielleicht passt ein WanderRetreat genau deshalb zu Dir
Wenn du Dich in einigen der beschriebenen Gedanken wiedergefunden hast, bist du in bester Gesellschaft. Fast alle Menschen, die zum ersten Mal an einem WanderRetreat teilnehmen, hatten vorher Zweifel und fragten sich "Passt ein WanderRetreat zu mir?".
Und sie waren unsicher, ob sie den Anforderungen gerecht werden. Und genau deshalb freuen wir uns jedes Mal, wenn wir am Ende eines Retreats hören: „Ich hätte nie gedacht, dass mir das so gut tun würde!“
Alles, was Du mitbringen darfst, ist die Bereitschaft, Dir selbst ein paar Tage Zeit zu schenken: Zeit für Dich, Zeit, langsamer zu werden und wieder wahrzunehmen, was im Alltag so oft untergeht.
Bist Du bereit, Dir selbst Zeit, Ruhe und Natur zu schenken? Am Meer entlang oder inmitten der Alpen? Winterstille oder Sonnenschein im Gesicht?
Autorin: Stefanie Bunge
Fotos: WanderWohl | Melanie Többe | Franzi Gottschalk | Stefanie Bunge
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