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Dein Mini Retreat zu Hause

Autorenbild: WanderWohl
WanderWohl
vor 7 Tagen
5 Min. Lesezeit

Ein Tag zum Loslassen

Loslassen mit einem Retreat zu Hause

Ein freier Tag kann sich wie ein kleiner Urlaub anfühlen – auch vor der Haustür und gerade im goldenen Herbst. Dabei kannst Du ihn ganz bewusst für Dich gestalten: mit gutem Essen, Bewegung an der frischen Luft, Zeit zum Durchatmen und Momenten, in denen Du bei Dir ankommst. Wir haben einen Tag für Dich zusammengestellt, den Du ganz Dir widmen darfst. Unser Mini Retreat für zu Hause soll Dir Raum geben, um innezuhalten und den Blick auf das zu richten, was Dich gerade beschäftigt, was Du loslassen möchtest und was bleiben darf. Gestalte den Tag ganz nach Deinem eigenen Rhythmus und finde heraus, was Dir guttut.



Altes loslassen


Manchmal tragen wir Gedanken, Erwartungen oder Gewohnheiten mit uns herum, die längst zu viel Raum einnehmen oder uns nicht mehr guttun. Dann kann es unglaublich heilsam sein, für einen Moment aus dem gewohnten Alltag auszusteigen, den Blick nach innen zu richten und zu schauen: Was beschäftigt mich gerade? Was darf leichter werden? Wofür möchte Ich wieder mehr Raum schaffen? Beim WanderRetreat in Berchtesgaden widmen wir uns genau diesen Fragen. Du bist in diesem Jahr nicht dabei, weil es keinen freien Platz mehr gab oder sehnst Du Dich einfach nach einer Auszeit? Dann kannst Du die Gedanken und Fragen genauso gut mit in einen Mini Retreat Tag zu Hause nehmen.



Auch beim Wandern in Deiner Umgebung oder bei einer Brotzeit unter freiem Himmel darf Raum entstehen, um Dich mit dem zu beschäftigen, was Dich gerade bewegt. Und freie Zeit am Nachmittag ermöglicht es Dir, zu schauen, was Dir guttut und was Du gern loslassen möchtest. Loslassen bedeutet dabei nicht unbedingt, dass etwas sofort verschwinden muss. Es kann auch heißen, etwas bewusst wahrzunehmen, ihm einen Platz zu geben und zu entscheiden, wie viel Raum es künftig noch bekommen soll, um auch neue Perspektiven entstehen zu lassen.


Am Morgen

In Ruhe ankommen und innehalten


Dein Tag darf langsam beginnen. Lass Dein Handy noch ein bisschen liegen und gönn Dir einen ruhigen Start. Öffne das Fenster und trink ein großes Glas Wasser. Auf unseren WanderRetreats startet Norma den Tag oft mit einer Meditation. Auch Du kannst Deinen Retreat Tag mit einer Meditation starten; Oder ein paar einfache Dehnübungen bzw. Yoga können ein schöner Einstieg für Deine Auszeit sein.



Meditation am Morgen


› Such Dir einen ruhigen, bequemen Platz.

› Setz Dich aufrecht und entspannt auf ein Meditationskissen oder Kissen. 

› Schließ die Augen und atme ein paar Mal tief ein und aus.

› Richte Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem.

› Spür Deinen Körper mit jedem Atemzug. Wie fühlt sich Dein Körper heute an?

› Lass Gedanken kommen und wieder weiterziehen.

› Bleib für ein paar Minuten ganz bei Dir.

› Öffne langsam wieder die Augen und komm zurück in den Tag.


Nimm Dir danach einen Moment für zwei erste Fragen:

»Was beschäftigt mich gerade? Was möchte ich für diesen Tag einmal loslassen?«


Du musst darauf keine sofortige Antwort finden. Es reicht auch im ersten Schritt die Fragen aufzuschreiben und sie dann für den Moment beiseite zu legen. Sie dürfen Dich den Tag über begleiten. Nun kannst Du Dir Zeit für ein genussvolles Frühstück nehmen. Gönn Dir frisches Obst, einen warmen Porridge mit knackigen Saaten und Deinen Lieblingstee. 


Am Vormittag

Raus in die Natur und Schritt für Schritt loslassen


Ein Mini Retreat darf sich auch nach Bewegung anfühlen. Draußen Sein bringt Deinen Körper in Bewegung und schafft gleichzeitig Raum für Gedanken. Such Dir eine schöne Strecke in Deiner Umgebung. Das kann ein Weg durch den Wald, ein Spaziergang am Fluss oder eine Runde durch Deinen Lieblingspark sein.


Zeit draußen verbringen tut so gut

Doch bevor es losgeht, bereite Dir doch eine gesunde Brotzeit vor, denn eine pflanzliche, vollwertige Ernährung gehört auch auf unseren WanderRetreats fest zum Tag dazu. Pack Dir frisches Brot bestrichen mit einem leckeren Aufstrich - wie unsere Roasted Veggie Creme (zum Rezept) - ein. Dazu noch knackiges Gemüse, Obst, einen leckeren Granola-Riegel und eine Thermoskanne mit Tee. 


Schon darf´s losgehen. Ganz wichtig dabei: Geh in Deinem eigenen Tempo und lass Deinen Blick schweifen. Schau Dich um, hör auf die Geräusche, auf Deinen Atem und spür den Boden unter Deinen Füßen. Beim Gehen kannst Du Dir überlegen:

»Was trage ich gerade mit mir herum, das leichter werden darf?«


Das können Erwartungen sein, die Du an Dich selbst stellst. Ein Gedanke, der Dich schon lange beschäftigt. Eine Aufgabe, die immer wieder in Deinem Kopf auftaucht. Oder etwas ganz anderes.



Du kannst Deine Wanderung auch mit einer passenden Achtsamkeitsübung verbinden: Such Dir etwas aus der Natur, das für Dich mit Loslassen verbunden ist: Ein Blatt, das auf dem Boden liegt, ein kleiner Stein oder ein Zweig. Nimm es kurz in die Hand und überlege, was Du symbolisch zurücklassen möchtest. Dann leg es wieder dort ab, wo Du es gefunden hast und geh weiter. Manchmal tut es gut, Gedanken nicht nur im Kopf zu bewegen.


Am Mittag

Brotzeit unter freiem Himmel


Nach Deiner Runde wartet Deine liebevoll vorbereitete Brotzeit auf Dich. Such Dir einen schönen Platz für Deine Pause. Eine Bank mit Aussicht, eine Wiese im Sonnenschein, ein ruhiger Platz am Waldrand. Breite Deine Brotzeit aus, mach es Dir gemütlich und nimm Dir Zeit fürs Essen. Gerade im goldenen Herbst kann eine Brotzeit draußen ein besonderer und achtsamer Moment werden: die kühle Luft, die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, das Rascheln der Blätter und eine schöne Aussicht. Dein Handy darf für diese Zeit zur Seite gelegt werden. Du darfst einfach sitzen, essen und den Moment genießen.


Achtsam Essen mit Ausblick

Am Nachmittag

Zurückschauen und Raum schaffen


Der Nachmittag gehört Dir. Doch bevor Du etwas machst, wofür im Alltag oft wenig Platz bleibt, geh nochmal in Dich. Mach es Dir mit einer Tasse Tee gemütlich und nimm Dein Notizbuch o. ä. zur Hand. Teile die Seite zum Beispiel in drei Abschnitte:


1. Das darf Ich loslassen.

Was nimmt gerade viel Raum ein?

Welche Gedanken, Erwartungen oder Gewohnheiten möchte Ich hinter Mir lassen?


2. Das möchte Ich mitnehmen.

Was tut Mir gut?

Was gibt Mir Energie?

Welche Menschen, Orte oder kleinen Dinge möchte Ich bewahren?


3. Dafür möchte Ich Raum schaffen.

Wonach sehne Ich Mich?

Was möchte Ich in Meinem Alltag wieder stärker spüren oder erleben?


Schreib einfach drauflos. Es geht nicht darum, am Ende einen perfekten Plan zu haben.



Wenn Du möchtest, kannst Du Dich nun mit einem Buch aufs Sofa legen, malen, dich mit einem Stück Kuchen verwöhnen, Musik hören oder einfach mal gar nichts machen. Auch das gehört zum Loslassen: für einen Moment nichts leisten zu müssen.


Am Abend

Den Tag ausklingen lassen und nach vorne schauen


Am Abend wird es noch einmal so richtig gemütlich. Koch Dir ein herbstlich-leckeres Abendessen wie unser cremig-veganes Kürbis-Risotto (zum Rezept) . Die Kürbis-Farben, der Duft frischer Kräuter und die Zubereitung sind dabei genauso ein Moment der Achtsamkeit wie der Genuss am Tisch mit Kerzenlicht oder gedimmten Licht.



Zum Abschluss kannst Du noch einmal auf Deinen Tag zurückblicken und schauen, was Du aus diesem Tag für Dich mitnimmst und wofür Du in Deinem Alltag versuchen möchtest, mehr Raum zu schaffen. Ist es mehr Zeit in der Natur? Mehr Ruhe? Mehr Bewegung? Mehr Leichtigkeit? Mehr Zeit mit Menschen, die Dir guttun? Oder von allem etwas? Schau einfach, was Dir bei Deinem Mini Retreat Tag richtig gut getan hat. Und vor allem Danke Dir selbst, dass Du Dir diese Reise zu Deinem Inneren ermöglicht hast!


Den Abend auf Deinem Retreat zu Hause gemütlich ausklingen lassen

Retreat zu Hause – So viel WanderWohl steckt in einem Tag


Eine Auszeit zu Hause kann ganz unterschiedlich aussehen. Entscheidend ist, dass Du Dir Zeit für Dich nimmst und Deinen Tag nach Deinen eigenen Bedürfnissen gestaltest. Es ersetzt natürlich kein WanderRetreat von mehreren Tagen in den Bergen. Aber es kann Dir einen Raum schaffen, in dem Du innehältst, Du Dich selbst und Deine Bedürfnisse wieder mehr wahrnimmst, in dem Altes ein Stück leichter wird und Platz für Neues geschaffen werden darf.



Und am Ende stellst Du fest: Ein bisschen WanderWohl kann auch zu Hause stattfinden.


Bereit, mehr Altes loszulassen und Raum für Leichtigkeit zu schaffen?
Entdecke unsere WanderRetreats in den Bergen.


Autorin: Stefanie Bunge

Fotos: WanderWohl | Melanie Többe | Franzi Gottschalk

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