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Ich kann nicht abschalten

  • Autorenbild: WanderWohl
    WanderWohl
  • 7. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Was mir wirklich geholfen hat

Wenn du nicht abschalten kannst, weil der Kopf voller Gedanken ist.

Kennst Du das Gefühl, dass Dein Körper müde ist, Dein Kopf aber einfach nicht aufhört? Du liegst abends im Bett, bist erschöpft – und trotzdem kreisen die Gedanken weiter: To-Do-Listen, Gespräche, Situationen, die Dich beschäftigen. Ich kenne das sehr gut. Gerade in Phasen, in denen ich unzufrieden war – mit mir oder meiner Jobsituation – war mein Kopf oft im Dauerlauf. Höher, schneller, weiter. Besonders schwierig wurde es, wenn Emotionen im Spiel waren; wenn Gespräche hängen geblieben sind oder Kritik mich beschäftigt hat. Dann konnte ich nicht abschalten. Ich habe schlecht geschlafen, viel geträumt und war am nächsten Tag einfach nur müde. Wie ich gelernt habe, mein Gedankenkarrussell zu bändigen, erfährst Du im Artikel



Warum wir so schwer abschalten können

Viele denken, sie müssten einfach „mehr entspannen“. Aber oft ist es so, dass unser System über längere Zeit unter Spannung steht – und das irgendwann zum Normalzustand wird.



Grübeln beenden – Aber wie?

»Ich habe das bei mir daran gemerkt, dass jeder Tag irgendwann nur noch aus

einer To-Do-Liste bestand. Selbst Dinge, die mir eigentlich Freude gemacht

haben, habe ich nur noch abgehakt. Treffen mit Freunden – abgehakt.

Drei Seiten im Buch gelesen – abgehakt.

Spazieren gegangen – auch nur schnell noch erledigt.«


Was hält Dich ab, nicht abschalten zu können?


Und dann sitzt Du abends da und denkst: »Eigentlich war heute ein guter Tag, aber es fühlt sich nicht so an.« Es gab viele Tage, an denen ich gemerkt habe: Ich war die ganze Zeit beschäftigt, aber nicht wirklich bei mir. Früher oder später kam dann die Quittung: Erschöpfung, täglich schlechter Schlaf oder auch körperliche Signale wie Bauchschmerzen. Mir war das auch irgendwie bewusst, aber Abschalten ist dann nichts, was einfach passiert, sondern etwas, das wir wieder lernen dürfen.


Nicht abschalten können?

Das hat mir wirklich geholfen


Ich habe lange versucht, meinen Kopf irgendwie zu beruhigen. Aber dieses Gedankenkarussell zu stoppen, ist echt schwer. Was wirklich einen Unterschied gemacht hat, war etwas anderes:


1

Bewegung statt Stillstand


Wenn mein Kopf voll war, hat es mir selten geholfen, still zu sitzen. Ganz ehrlich: Still sitzen und einfach meditieren fällt mir allein bis heute nicht leicht. Unter Anleitung klappt es besser – und manchmal hilft auch ganz pragmatisch der Gedanke: Ich habe für den Kurs bezahlt, also nehme ich mir jetzt auch wirklich die Zeit dafür. Was für mich aber am besten funktioniert hat, war Bewegung – vor allem draußen.



Wandern oder Laufen hat meine Gedanken wieder sortiert. Sie sind nicht weg, aber sie kommen ins Fließen. Mein Körper kommt in einen Rhythmus – und der Kopf darf langsam mitziehen. Plötzlich ist wieder mehr Ruhe da. Die Probleme sind nicht mehr ganz so nah. Und ich kann den Moment wieder genießen.


2

Abstand zum Alltag


Ein echter Unterschied entsteht, wenn Du den Rahmen veränderst. Draußen in der Natur – ohne Termine, ohne Verpflichtungen – fällt es leichter, wieder bei Dir anzukommen. Für mich waren das oft Momente, in denen ich einfach losgegangen bin. Ohne Ziel. Ohne Plan. Einfach mal nichts müssen. Raus in die Berge, wenn alles zu viel ist.

Und genau da kam die Frage wieder hoch:

»Was brauche ich eigentlich gerade wirklich?«


3

Weniger funktionieren – mehr wahrnehmen


Ich habe lange gemerkt, dass ich oft einfach nur funktioniere. Heute merke ich viel schneller, wenn ich drüber bin. Ich habe vieles verändert, Stressquellen reduziert und höre bewusster auf meinen Körper und meine Intuition.


Nicht abschalten? Schau, was dir gut tut!

Manchmal sind es ganz einfache Dinge:

Ich treffe nur noch Freunde, die

mir gut tun und mit mir lachen können.

Ich ziehe meine Schuhe aus und gehe barfuß mit dem Hund spazieren.

Ich gehe mittags eine halbe Stunde in den Wald – ganz bewusst ohne Handy, um nicht erst in Versuchung zu kommen.

Ich mache mir ein schönes Öl in den Diffuser und schaffe mir einen ruhigen Raum. Und ich nehme mir bewusster kleine Pausen und lasse Dinge

auch mal liegen.


Mein Fazit: Nicht perfekt. Aber anders.



Was sich verändert hat


Ich kann auch heute nicht immer perfekt abschalten, aber ich gehe anders damit um. Ich merke schneller, wann ich eine Pause brauche. Meine Ungeduld und ich sind Freunde geworden und akzeptieren uns einfach. Außerdem habe ich Wege gefunden, mich selbst wieder runterzuholen. Und ich gebe dem, was mir wirklich gut tut, mehr Raum. Was geblieben ist: Mein Schlaf ist manchmal noch unruhig, weil ich nachts viel verarbeite. Aber ich bekomme meine Ruhe. Und das macht einen großen Unterschied!



Was das mit unseren Retreats zu tun hat


Viele Menschen kommen zu uns mit genau diesem Gefühl: Ich kann einfach nicht mehr abschalten. Und oft merken sie schon nach kurzer Zeit, dass es nicht darum geht, etwas zu beseitigen. Sondern darum, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen – aus Emotionen wieder bewusste Gefühle entstehen zu lassen. Eine Teilnehmerin hat einmal zu mir gesagt: »Du strahlst so viel Ruhe und Sicherheit aus, Dir würde ich sogar auf den Mount Everest folgen.« Das hat mich sehr berührt.


Weil genau das das Ziel ist:

Einen Raum zu schaffen, in dem Du wieder bei Dir ankommen kannst.


Mit WanderWohl auf den Retreats zu sich selbst finden

Ein erster kleiner Schritt


Du musst nicht sofort alles verändern. Vielleicht reicht es für heute, in die Natur zu gehen. Leg Dein Handy bewusst weg. Nimm Dir einen Moment ohne Ziel. Und schau einfach, was passiert. Vielleicht ist genau das auch etwas, das Du Dir gerade erlauben darfst: Einen Moment rauszugehen, Abstand bekommen und wieder bei Dir selbst ankommen. Viele finden auch genau diesen Raum in unseren WanderRetreats – raus aus dem Alltag, rein in die Natur und wieder ein Stück näher zu sich selbst.


Und wenn Du ganz ehrlich zu Dir bist:

Nimmst Du Dir diese Zeit wirklich – oder wartest Du noch darauf,

dass es irgendwann von allein ruhiger wird?



Spürst Du gerade, dass Du eine Pause brauchst, sie Dir aber nicht nimmst? Vielleicht fällt es Dir leichter, wenn Du den ersten Schritt nicht allein gehst.

Autorin: Anika Woick

Fotos: WanderWohl | Melanie Többe | Franzi Gottschalk 

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